Haben Hunde ein schlechtes Gewissen?

Die Antwort ist ganz klar NEIN !!! 

Einerseits spüren Hunde unsere Wut und innere Anspannung, wenn wir die Bescherung (angefressene Tapete / zerstörter Teppich etc.) entdecken und versucht mit einer Unterwürfigkeitsgeste seinen Menschen zu beschwichtigen

Wenn das aber aus Hundesicht nichts bringt, da trotzdem ein Donnerwetter folgt, so wird er in Zukunft in solchen Situationen vorbeugend durch Unterwürfigkeit versuchen, seinen unberechenbaren Rudelführer freundlich zu stimmen.

Dass jedoch der Rudelführer nur durch die angefressene Tapete zornig wurde, die er vor Stunden angefressen hat, kann die arme Fellnase nicht verstehen. Denn ein Hund kann nur Dinge verknüpfen, die oft genug zeitgleich oder zumindest kurz hintereinander passieren (1/2 – 1 Sekunde). Das nennt man Konditionierung. Liegt der Zeitpunkt weiter zurück (Anfressen der Tapete), so kann es zu keiner Verknüpfung mehr kommen.

Welpenabgabe

Zum Zeitpunkt der Welpenabgabe gibt es viele Meinungen, Studien und Erfahrungen. Jedoch gibt es ganz klar auch die rechtliche Grundlage, auf die ich eingehen möchte. 

In § 2 (Allgemeine Anforderung an die Haltung) der Tierschutz-Hundeverordnung vom 02.05.2001 steht folgendes:

„Ein Welpe darf erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Satz 1 gilt nicht, wenn die Trennung nach tierärztlichem Urteil zum Schutz des Muttertiers oder der Welpen vor Schmerzen, Leiden oder Schäden erforderlich ist. Ist nach Satz 2 eine vorzeitige Trennung mehrerer Welpen vom Muttertier erforderlich, sollen diese bis zu einem Alter von acht Wochen nicht voneinander getrennt werden.“

Somit ist die Abgabe vor der 8. Woche rechtlich ausgeschlossen! Sollte dieses missachtet werden, so ist es eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 € geahndet werden kann. Eine Fahrlässigkeit hierbei reicht aus!

Weiterhin kann Täter dieser Ordnungswidrigkeit auch ein Teilnehmer sein, der nicht unmittelbar Halter oder Züchter des betroffenen Welpen ist. Somit kann sich daher auch der Käufer eines unter 8 Wochen alten Welpen nach dieser Vorschrift strafbar machen!

Was wir von Ratten lernen können

Hey Ihr Lieben,

zur Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Leistungsdruck, Stress und Erholung. Nettes Thema … ich weiß! Und es geht uns alle an! Ich möchte mich jetzt jedoch erstmal auf die Hunde beziehen:

Bei meinen Recherchen stolpere ich über ein interessanten Versuch aus dem Jahr 1908, in dem die beiden amerikanischen Psychologen Robert Yerkes und John D. Dodson den Zusammenhang zwischen Leistung und dem Maß der psychischen Anspannung untersuchten:

Am Ende eines Labyrinths befand sich Futter. Die Ratten sollten sich einen Weg durch das Labyrinth bahnen, um an das Futter zu kommen. Das Ergebnis ist für uns heute nicht mehr überraschend … Hatten die Ratten Hunger, so fanden sie sehr schnell und motiviert ihre Futterquelle. Waren sie satt, so spielten sie herum und trödelten in den Gängen. Für mich logisch und oft gesehen in der Hundearbeit. 

Etwas anderes war jedoch höchst interessant! Wenn die Ratten fast am Verhungern waren, fanden sie den Weg zum Futter ebenfalls nicht. Sie machten Fehler, waren unkonzentriert, bogen falsch ab oder liefen gar in die verkehrte Richtung. Manche blieben sogar im Ganz sitzen, um sich auf das Sterben vorzubereiten. 

Für manche ist das überraschend, nicht wahr? Sollte man doch meinen, dass der Heiß-Hunger erst recht motivieren und zu Höchstleistungen antreiben würde. Schließlich ging es hier um das nackte Überleben. Das Gegenteil trat jedoch ein. Durch die Überlastung, den Stress, hervorgerufen durch die Todesangst, entstand Panik. 

Was passierte hier? Die Angst lähmte die Ratten, die Instinkte versagten, der Orientierungs- und Geruchssinn setzten aus. 

Zurück zum Thema Hundeausbildung! Was lernen wir hieraus? Viele Hundetrainer raten dazu, den Hund hungern zu lassen, damit er genügend motiviert sei. Wie oft habe ich schon gehört, dann fastet er mal ein paar Tage, dann hat er auch Lust mitzuarbeiten. 

Es gibt eine schöne Leistungskurve nach Yerkes und Dodson, die ihr in dem angefügten Link auch sehen könnt.

Somit ist klar, dass Appetit sicherlich die Motivation steigern kann, Heiß-Hunger jedoch genau in die falsche Richtung geht. Oder könnt ihr euch noch auf eure Arbeit konzentrieren, wenn ihr dermaßen Hunger habt? Ich werde irgendwann atzig und knurrig und spätestens wenn ich zur Diva werde, sollte man mir mit gutem Abstand die Schokolade zuwerfen. Cool!

In diesem Sinne … bleibt fair zu euren Hunden! 

Konditionierte Entspannung

Konditionierte Entspannung

Konditionierte Entspannung ist ein super Hilfsmittel, um den Vierbeiner in stressigen Situationen vorübergehend ansprechbar und ruhiger zu machen.

Sei es auf anspruchsvollen Spaziergängen mit Hundekonflikten, wenn die Hunde beim Spiel schnell überdrehen oder auch nach einem anstrengenden Tag, um Zuhause zur Ruhe zu kommen.

Auf der Seite von easy-dogs.net findet Ihr von Dr. Ute Blaschke-Berthold alles über den Aufbau, die Anwendung im Alltag und die Fehlerquellen im Training:
https://www.easy-dogs.net/konditionierte-entspannung/

Wie gut riechen und hören Hunde

Der mittelgroße Hund hat ca. 220 Millionen Riechzellen, der Mensch hingegen muss mit nur 5 Millionen auskommen. Zwar kann der Hund nicht farbig sehen wie der Mensch, aber man könnte sagen, er kann farbig riechen. So ist er in der Lage, kleinste Geruchspartikel selbst aus einer geruchsstarken Umgebung zu isolieren und zu verfolgen. 

In den Niedrigfrequenzbereichen haben Hunde in etwa die gleiche Hörfähigkeit wie wir Menschen. In den Hochfrequenzen sind sie uns jedoch haushoch überlegen. 

Wo bei erwachsenen Menschen die Frequenz bei ca. 21.000 Hertz (Schwingungen pro Minute) liegt, liegt die obere Grenze bei den Hunden bei ca. 37.000 Hertz. Neuesten russischen Erkenntnissen zufolge liegen sie sogar bei ca. 100.000 Hertz.